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VARIANTEN DER "ENTLASTUNGSSTRECKE" |
| Problem |
Grund |
| Gleisbauarbeiten |
Bei Gleissanierungen größeren Umfanges in
der Innenstadt, die in der Regel in den Sommerferien durchgeführt werden, ist es
erforderlich einen SEV zu führen. |
| 6 Linien |
Die GVB sind bestrebt die Intervalle bei der Straßenbahn zu verdichten (meist kostenneutral, d. h. dass Kurse in der Nebenverkehrszeit eingespart werden).
Dies wird jedoch durch die
Linienkonzentration in der Herrengasse unmöglich gemacht, was dazu
führt, dass die Garnituren den ganzen Tag über mehr als voll sind, in
der HVZ sogar ihre eigentliche Kapazität bereits überschreiten. |
| Innenstadt-Veranstaltungen |
Bei diversen Veranstaltungen im Abschnitt Hauptplatz - Jakominiplatz kann die Straßenbahn folgende Strecken nicht befahren: 1.
Jakominiplatz - Annenstraße - Hauptbahnhof (Linien 1, 3, 6, 7) Folge: SEV, der jedoch den inneren Teil der Innenstadt nicht anfahren kann. Dies umfasst je nach Streckenführung des SEV in der Innenstadt die Stationen Hauptplatz, Schloßbergplatz/Murinsel, Schloßbergbahn und Südtiroler Platz. Ein zusätzliches Problem im Normalverkehr ist, dass bei Zwischenfällen, z. B. Unfällen, der SEV entweder (anfangs) zu wenig Kapazität bietet und/oder es meist viel zu lange dauert, bis der Schienenersatzverkehr einwandfrei funktioniert. |
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Das Problem der Linienkonzentration in der Herrengasse bestand nicht immer. Bis 1957 verkehrte die Linie 3 (Krenngasse - Gösting bzw. Ibererstraße) und bis 1971 die Linie 6 (St. Peter - Zentralfriedhof) vom Jakominiplatz über die Radetzkystraße zum Griesplatz und von dort zu den jeweiligen Endhaltestellen. Statt diesen zwei Linien fuhr die Linie 2 bis 1971 durch die Herrengasse. Im Zusammenhang mit der
"Entlastungsstrecke" ist auch der Bau der Linie
8 zu nennen, da beide Strecken ab Jakominiplatz anfangs identisch wären.
Aus Kostengründen, aber auch aus der Sicht der oben genannten Gründe, wäre es daher nur konsequent beim
Bau der "Entlastungsstrecke" die Streckenvarianten für die Linie
8 zu berücksichtigen.
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Folgende Varianten der Entlastungsstrecke standen um 2000 zur Diskussion: |
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Stammstrecke: (Graue Strecke) |
Jakominiplatz - Herrengasse - Hauptplatz -
Murgasse - Hauptbrücke - Südtiroler Platz - Annenstraße
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Streckenvariante 1: (Grüne Strecke) |
Jakominiplatz - Radetzkystraße - Neutorgasse - Andreas Hofer-Platz - Neutorgasse - Hauptbrücke
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(Rote Strecke) |
Jakominiplatz - Radetzkystraße -
Brückenkopfgasse - Griesplatz - Rösselmühlgasse - Elisabethinergasse -
Roseggerhaus (Details) |
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Streckenvariante 3: (Blaue Strecke) |
Jakominiplatz - Radetzkystraße - Neutorgasse - Andreas Hofer-Platz - Belgiergasse - Vorbeckgasse |
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Folgende Vor- und Nachteile sprachen für die die einzelnen Varianten |
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| Variante | Vorteile | Nachteile |
| 1 |
· Niedrigere Baukosten (kommt der Finanzsituation der Stadt Graz entgegen). · Eine Belebung des Andreas-Hofer-Platzes und gleichzeitig eine bessere Erreichbarkeit des dortigen Busbahnhofes. Dieser soll in einigen Jahren jedoch geschlossen werden. |
· Mit dem Bau dieser Strecke würde bis auf die nicht einmal 100m lange Strecke in der Radetzkystraße bis zur Wielandgasse kein einziger Meter Gleis für zukünftige Projekte (z. B. Linie 8)gebaut werden (= höhere Baukosten). · Zu nahe Parallelführung zur Stammstrecke, d. h. Fahrgastzuwächse wären kaum zu erwarten. · Bei Veranstaltungen oder einer Störung in der Innenstadt könnten die SL 1, 3, 6 und 7 über die Neutorgasse Richtung Hauptbahnhof verkehren. |
| 2 |
· Mit dem Bau der Strecke würde die Trasse der Linie 8, je nach Variante, entweder bis zum Griesplatz oder bis zur Elisabethinergasse schon mitgebaut. · Der Erweiterung des Streckennetzes würde Rechnung getragen werden. Neben der Linie 8 wäre auch der Bau einer Strecke bis zum Fröbelpark oder gar bis nach Gösting berücksichtigt. Da die Finanzsituation ein dauerhaftes Problem ist, lassen sich in Graz sowieso nur Strecken mit weniger als 3 km Länge realisieren. (s. Vorschläge) · Eine Belebung des Griesplatzes und gleichzeitig eine bessere Erreichbarkeit des dortigen Busbahnhofes. · Von allen Varianten würde diese das größte Gebiet abdecken. · Bei Veranstaltungen oder einer Störung in der Innenstadt könnten die SL 1, 3, 6 und 7 über den Griesplatz Richtung Annenstraße verkehren. |
· Höhere Baukosten. (spielt bei der Finanzsituation in Graz leider eine entscheidende Rolle). |
| 3 |
· Im Vergleich zur Variante 1 die bessere Variante, da mit dieser Strecke auch das Bad zur Sonne und die St. Andrä-Schule erschlossen werden würde. · Eine Gleisverbindung ist in der Annenstraße nur stadtauswärts möglich. · Eine Belebung des Andreas-Hofer-Platzes und gleichzeitig eine bessere Erreichbarkeit des dortigen Busbahnhofes. Dieser soll in einigen Jahren jedoch geschlossen werden. |
· Zu nahe Parallelführung zur Stammstrecke. |
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Innerhalb
von fünf Jahren wurden neue Tatsachen geschaffen. So hat sich die Meinung zu den davor
diskutierten Streckenvarianten geändert.
Hieraufhin wurde eine neue Variante präsentiert:
Durch die zweigleisige Streckenführung, sowohl durch die Vorbeck- als auch durch die Feuerbachgasse wäre eine Gleisschleife entstanden, die in beide Richtungen befahren werden hätte können.
Doch auch dieser Variante war nur das Planungsstadium beschieden.
Nach den realisierten Verlängerungen der
Straßenbahnlinien 4,
5 und 6
in den Jahren 2006/07 wurde am 18.10.2007 im Gemeinderat die Planung
von drei neuen Straßenbahnstrecken beschlossen. Neben der
Umlegung der
Linie 1 über die Universität, soll eine Strecke in den SW (Linie
8 nach Webling) und NW (Linie 9 nach Gösting) der Stadt
gebaut werden. Bei der Linie 8, deren Strecke am Jakominiplatz beginnen soll, ab der Kreuzung Rösselmühlgasse über Elisabethinergasse zum Roseggerhaus. Bei der Linie 9, deren Strecke bei der Haltestelle Keplerbrücke beginnen soll, ab Lendplatz über Volksgartenstraße zum Roseggerhaus.
Diese Stichstrecken ergeben zusammen den
Südteil der 1957 stillgelegten Strecke, die von der
Linie 3
befahren wurde. Wie auf der Grafik ersichtlich, ergibt sich dadurch
die in den Neunzigern favorisierte Variante der Entlastungsstrecke. |
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Meine persönlichen Ideen zum Bau bzw. zur Verlängerung von Straßenbahnstrecken Bei der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzlage sind geringere Investitionen in den (schienengebundenen) öffentlichen Verkehr in den nächsten Jahren zu erwarten. Der geplante Bau der Strecken nach Gösting und Webling scheint daher eher in Etappen wahrscheinlich bzw. möglich, da es der Stadt an einem regionalem Straßenbahnkonzept fehlt (z. B. Straßenbahn als Stadtbahn), das wahrscheinlich auch vom Bund und Land mitfinanziert werden würde.
Was den Bau
der Entlastungsstrecke betrifft, so könnte man von dieser ausgehend immer
eine weitere Strecke mit weniger als 3km Länge, die auch keine Umkehrschleife
erfordern würde, bauen und von dieser aus weitere
Verlängerungen vornehmen. Folgende Streckenvorschläge nehmen
offizielle Ausbaupläne des Straßenbahnnetzes nicht aus. Sie sollen vielmehr eine Ergänzung zu diesen sein
und zeigen, dass es möglich wäre kurze Strecken ohne kostspielige Gleisschleifen in Graz zu bauen, die
entscheidenden Einfluss auf die Flexibilität des Straßenbahnbetriebes hätten und
dessen Kapazität in den inneren Bezirken stark erhöhen würde.
Wenn es in
Graz noch Zweirichtungswägen gäbe, könnte der Betrieb bei Störungen viel weniger
eingeschränkt durchgeführt werden (z. B. mittels Gleiswechsel bei der
Keplerbrücke könnte dann der Betrieb nach Andritz aufrechterhalten werden). |
| Strecke |
Streckenverlauf und Änderungen im Bus- und Straßenbahnverkehr |
| 1 |
Entlastungsstrecke (Variante 2) Änderungen im Bus- & Straßenbahnverkehr: Linie 3 und 40
Durch den Bau ergibt sich eine neue Streckenführung für die Linie 3, da
diese mit den Linien 1, 6 und 7 vom Jakominiplatz bis zur Annenstraße/Hauptbahnhof
parallel verkehrt und auf dem linken Murufer den kürzesten
Streckenast besitzt, somit eine Aufwertung erfahren würde. |
| 2 |
Roseggerhaus - Volksgartenstraße - Lendplatz - Keplerstraße - Hauptbahnhof. Mit dieser Strecke erhält der Lendplatz wieder Anschluss an das Straßenbahnnetz. Die Linie 3 könnte dann auf dieser Strecke verkehren, damit wäre der Hauptbahnhof, Gries- und Lendplatz (alle 3 Ziele besitzen Busbahnhöfe für Regionalbuslinien) mit einer einzigen Linie erschlossen. Ein Riesenvorteil für Pendler und Grazer: Die Anzahl an Umsteigevorgängen und Fahrzeit wird verringert, da man nicht mehr bis ins Zentrum fahren muss um auf die wichtigsten städtischen Buslinien umzusteigen und umgekehrt. Mit dem zusätzlichen Bau der Stichstrecke Lendplatz - Roseggerhaus könnten die Linien 4 und 5 bei Störungen im Netz umgeleitet werden. Änderungen im Busverkehr: Linie 40 und 58 Ab Lendplatz könnte der 40er mit der Buslinie 58 verknüpft werden. |
| 3 |
Vom Griesplatz ausgehend Wiederinbetriebnahme der Strecke Karlauerstraße - Karlauplatz - Herrgottwiesgasse, die bis 1971 vom 6er befahren wurde. Auf dieser Strecke würde ich wieder den 6er fahren lassen. Änderungen im Bus- & Straßenbahnverkehr: Linie 6; 39 & 67 (s. Linie 8).
Statt der Linie 6 sollten die Linien 1 und 7 ganztägig über den
Hauptbahnhof verkehren und die Linie 2 auf der Strecke Hauptbahnhof -
Jakominiplatz wiedereingeführt werden. |
| 4 |
Vom Karlauplatz ausgehend, Bau der restlichen Strecke der Linie 8, Variante 2. Änderungen
im Busverkehr: Linie 32 & 33 (s.
Linie
8) |
| 5 |
Von der Herrgottwiesgasse aus, Bau einer
Strecke durch die Triestersiedlung in Richtung Urnenfriedhof (Bau
einer Umkehrschleife oder eines Wendehammers erforderlich, Seite im
Aufbau). Änderungen
im Busverkehr: Linie 39 |
| 6 |
Bau des
Uni-Einsers. Änderungen
im Busverkehr: Linie 39 |
| 7 |
Wiedererrichtung der "Ringlinie"
(Seite im Aufbau)
Änderungen im Busverkehr: |
| 8 |
Lendplatz - Wiener Straße - Hackhergasse - Fröbelpark: Änderungen im Busverkehr: Linie 40 Diese würde nur mehr auf der Strecke Gösting - Fröbelpark verkehren. |
| 9 |
Fröbelpark - Gösting. Verlängerung der Strecke 8 vom Fröbelpark über eine eigene Trasse bis zur Viktor-Franz-Straße und von dort weiter über die Wiener Straße nach Gösting (hier müsste eine Umkehrschleife gebaut werden). Änderungen im Busverkehr: Linie 40, diese wäre einzustellen. |
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Seite aktualisiert am Samstag, 21. August 2010
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